MENU

Sternstunden – Moritz wird ein Traum erfüllt

143710
5

Mit der Sternstundenaktion erfüllt der BR jährlich Herzenswünsche von Kindern. So auch vor kurzem im Schulerloch!

Einfach ist das oft nicht! Der Wunsch von Moritz wuchs ja auch, weil es nicht so einfach ist … in eine Höhle mit Rollstuhl zu gelangen.

Sogar im Urlaub, in diesem Sommer auf Mallorca, musste er vor der Höhle warten, bis seine Schwester die Höhle besucht hatte.

Versetzt man sich in die Möglichkeiten eines Rollstuhlfahrers, kann man sich gut vorstellen, dass Stufen unmöglich zu packen sind und steil abfallende Wege gefährlich.

Die Natur ist selten barrierefrei. Umso mehr freute sich Frau Dehler vom Bayerischen Rundfunk, als sie von der neuen Geschäftsleitung der Tropfsteinhöhle Schulerloch erfuhr, dass die Höhle flach und gesandet ist. Also für einen Rollstuhlfahrer problemlos selbst zu befahren. Außerdem bekam sie volle Unterstützung von der Höhlenleitung, die einzige Barriere, die 50 Höhenmeter vom Parkplatz im Tal bis zum Höhleneingang des Schulerlochs, zu überwinden.

Sogar die Sondergenehmigung vom Naturschutz, war zu diesem Zweck sehr schnell erteilt. Diese war nötig, weil die Saison ja schon zu Ende war und ein paar Fledermäuse bereits im Schulerloch ruhten.

Als dann Moritz mit der Nachricht überrascht wurde, dass sein Wunsch in Erfüllung geht … das war für alle Beteiligten schon ein besonderer Moment.

Sie können es selbst hören! Indem Sie unten klicken!

Moritz ist ein ganz normaler Junge. Er ist aufgeweckt, hat Entdeckerdrang und ist außerdem kreativ. Zu Hause, so erzählt die Mutter, baut er sich selbst „Höhlen“ im Wohnzimmer. Mit vielen Decken. So gut es eben geht. Und natürlich darf sie auch mal in die selbst gebauten Höhlen und mit entdecken.

Als es vor kurzem dann endlich ins Schulerloch ging, konnte Moritz es kaum erwarten. Begleitet von seinen Eltern und dem Fledermausexperten Robert Mayer, der Chefin vom Schulerloch und Brigitte Dehler von Bayern 1 rollte er, obwohl nur mit einer Taschenlampe ausgestattet, mit großem Entdeckerdrang schnell in die faszinierende Dunkelheit. Erst weiter in der Höhle nahm sein Tempo ab und er verriet, was ihm gefällt.

Er horchte hinein in die Stille und das Tropfen des Wassers von der Decke. Er sah die vielen verschiedenen Tropfsteine, darunter das einmalige Wasserbecken und die Wintergäste, die Fledermäuse. Dazu wusste Robert Mayer kindgerecht Fachinformationen weiter zu geben. Dank ihm konnte Moritz sogar einen Tropfen von einem Stalaktit auffangen und schmecken, weil Herr Mayer seine ganze Kraft einsetzte und ihn auf seinen Armen gekonnt zum Tropfstein hob. Als krönenden Abschluss bewunderten alle gemeinsam die neue Projektion im größten Raum der Höhle, die einer Zeitreise gleich markante Geschehnisse in Bezug auf die Höhle erlebbar werden lässt.

Wieder am Tageslicht angekommen durfte Moritz noch eine ausgestopfte Fledermaus streicheln (s. Foto).

 

Begeistert und überglücklich verriet er, warum er denkt, dass er das alles erleben durfte: „Ich habe eine …!“ – doch hören Sie selbst:

Teil 1:

Teil 2:

Teil 3:

Zusammenfassung: